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Anke Peters

Art Anke Peters

 

Ich zoome meine Welt ein und aus

 

Welche Welt sehe ich? Was ist sichtbar, was unsichtbar? Wie kreiere ich meine Welt durch meine Gedanken? Wie schöpfe ich neue Bildwelten?

Die Beschäftigung mit der Quantenphysik und ihren Phänomenen begeistert mich schon lange und ich versuche in meinen Arbeiten eigene Antworten auf viele Fragen zu finden. Die Entstehung von Materie als Intention meiner inneren Ausrichtung, meiner ganz persönlichen Haltung, meiner Gedanken. Alles, was uns umgibt besteht aus den gleichen Teilchen und kann auf die Essenz der Quanten reduziert werden. 

 

Im Malprozess entstehen neue (Quanten)Felder, die wiederum durch ihre Existenz Reaktionen auslösen beim Betrachter und in der Welt, so dass eine neue Welle der Kreation neuer Gefühle, Gedanken und Handlungen entstehen kann. Durch das Betrachten und Fühlen eines Bildes wird ein Impuls erzeugt, der Neues initiiert. 

Der Betrachter geht mit den Bildern in Resonanz. Dies ist ein sehr persönlicher Vorgang und kann vom Künstler nicht kalkuliert werden, unabhängig in welcher Form sich die Werke dem Betrachter zeigen.

 

Mich interessiert der Prozess der Wandlung und der Transformation im Menschen sowie in allen anderen Bereichen der Natur, in ihren inneren und äußeren Welten. In meiner Arbeitsweise, von abstrakt bis zu figürlichen Darstellungen, zoome ich den Gegenstand meines Interesses, sozusagen wie in einem Elektronenmikroskop, ein und aus. 

 

So zeigen sich aufgelöste abstrakte Felder in meinen Arbeiten, die als Essenz einer Intention, eines Gedankens oder einer persönlichen Haltung in Bezug auf ein Ereignis oder eine Information aus meiner direkten oder indirekten Umgebung entstehen.

 

Dann verwandelt sich der Fokus und untersucht mit eindringlichem Interesse die menschliche Dimension als mit Geist und Seele erfüllte Existenz, die sich in unterschiedlichen Formen in der Realität präsentiert. Oder ich untersuche die Natur und erforsche die Essenz, die innere Energie der Pflanzen. 

 

Dabei switche ich den Fokus von fein auf grob und lasse figurative Erscheinungen entstehen, als Ausdruck der Schönheit und Individualität. Dabei trete ich nicht in Konkurrenz mit der Natur, die perfekt scheint, sondern ich fange die einzigartige Energie des Momentes ein, die Energie des jeweiligen Objektes in diesem Moment. Dies hat nur mittelbar auch mit der äußeren Erscheinungsform zu tun, die aufscheint, aber im fertigen Bild nicht konkret wahrnehmbar wird.

 

Die Sehnsucht nach Kontemplation, dem wahrhaftigen Seinszustand und der universellen Einheit mit allem, zeigt sich in den formal reduzierten Arbeiten. Dem Getöse im außen und innen wird ein Zustand der Ruhe im Jetzt entgegengesetzt. Der eingefrorene Moment der Stille schwingt sich aus dem Bild und gibt dem Betrachter eine Ahnung von den universellen Möglichkeiten universeller Energien.

 

Die Suche der Menschen nach sich selbst, zeigt sich in allen Facetten unseres Lebens. Oft ist dies durch das permanente Rauschen der mannigfaltigen Ereignisse in unserem komplexen Leben(sraum) nicht wahrnehmbar. Wie sieht es in der Seele eines Menschen aus? Gibt es dort Maßstäbe, die wir kennen oder können wir uns auf die sichere Existenz des Quantenfeldes auch an diesem „Ort“ verlassen?

 

Man sagt, Gesichter sind der Ausdruck der Seele eines Menschen. Ich kann in diesen Gesichtern lesen und erkenne das, was der Mensch in sich trägt. Es zeigt sich deutlich in allen Facetten und ist Spiegel der inneren Haltung. Beim näheren Hinschauen hat alles seine Logik und Ordnung. Der Mensch ist im Äußeren ein Ausdruck des Inneren. Dieses Spannungsfeld und die Möglichkeit der Transformation in jedem Moment inspirieren mich. 

In den neuen Bildern erfasse ich die Energie der Pflanzen bzw. Blumen in dem Moment, in dem ich diese wahrnehme. Dabei spüre ich zuerst die Essenz des jeweiligen Augenblickes. Die Form ist nachgeordnet, da es mir nicht um ein konkretes Abbild geht, sondern darum, was der Ausdruck der Blumen ist auf unsere Wahrnehmung, unsere Empfindung, unsere Seele. Die positive Energie und die große Individualität in der Erscheinung reizen mich. Im Malakt arbeite ich expressiv und stark gestisch, möglichst wenig rational kontrollierend sondern eher das Objekt erfühlend.

Die liegende Leinwand unterstützt das Fließen der Materialien.

 

Anke Peters 2017

 

 

 
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